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“Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe”

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Bekannt war Walter Frosch für sein stets sehr forsches Auftreten als Abwehrspieler. In der Saison 76/77 bei FC St. Pauli sah er in 37 Einsätzen 27x die gelbe Karte. Sein Fußballspiel war durchaus professionell, sein Trainer Erich Ribbeck hielt ihn für überdurchschnittlich talentiert. Seine einzigen Bedenken: “Wenn Sie solider leben, könnten Sie viel höher spielen!”. Und das war auch das große Problem des Herrn Frosch, Zitat: “Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe!”.

Der Legende nach trank Frosch am Abend vor einem wichtigen Spiel gegen Schalke 04 “ein paar Ouzo”, was um 3.00h nachts in einem 400m-Wettlauf mit seinen Kneipenkollegen endete. Der Gewinner sollte 10 Liter Freibier bekommen – Frosch gewann. Am Tag drauf erklärte er seinem Trainer die roten Augen mit einer Bindehautentzündung und wurde trotz heftigem Kater aufgestellt. Den flinken Linksaußen der Schalker, Erwin Kremers, hatte Frosch dann trotzdem im Griff. In den ersten Spielminuten „habe ich den dreimal über die Bande gehauen, damit da Feierabend war“.

Neben seiner Schwäche für endlose Kneipennächte war da noch was: Frosch rauchte. Stark. Eigenen Aussagen zufolge soll er 3 Schachteln am Tag geraucht haben. Trotzdem wurde er vom damaligen Bundestrainer Jupp Derwall zur B-Nationalmannschaft eingeladen. Zitat Frosch: “Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Mannschaft oder in der Weltauswahl.”

 

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